Intervention und Deeskalation in Gewalt- und Bedrohungssituationen

Wie können Fachkräfte in Gewalt-, Bedrohungs- und Krisensituationen handlungsfähig bleiben? Die Fortbildung vermittelt praxisnahe Strategien für Deeskalation, Krisenkommunikation und sicheres Handeln in herausfordernden Situationen.

Handlungsfähig bleiben, wenn Situationen eskalieren

Aggressives Verhalten, Bedrohungen oder eskalierende Konflikte können in vielen Arbeitsfeldern auftreten. Ob in Behörden, Verwaltungen, Jugendhilfeeinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Schulen oder sozialen Diensten – Situationen, in denen Menschen unter hohem emotionalem Druck stehen, stellen Fachkräfte oft vor besondere Herausforderungen.

Die Unsicherheit im Umgang mit solchen Situationen und die Sorge, mit ihnen konfrontiert zu werden, können den Arbeitsalltag erheblich belasten. Gleichzeitig gibt es selten die Möglichkeit, den Umgang mit Krisen- und Gewaltsituationen gezielt zu trainieren.

Diese Fortbildung unterstützt dabei, Sicherheit im Umgang mit eskalierenden Situationen zu entwickeln und die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Im Mittelpunkt stehen praktische Übungen, Erfahrungsaustausch und die Erprobung konkreter Interventionsstrategien.

Darum geht es

  • Konflikt- und Eskalationsdynamiken verstehen
  • Affektionskurve und Affektübertragung
  • Physische und psychische Reaktionen in Krisensituationen
  • Grundlagen der Krisen- und Deeskalationskommunikation
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung in Belastungssituationen
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Konflikt- und Interventionsverhalten
  • Intervention in Eskalationssituationen
  • Handeln als betroffene Person
  • Handeln als intervenierende Person
  • Handeln im Team
  • Praktische Übungen und Rollenspiele
  • Reflexionsmöglichkeiten für Teams
  • Durchführung von Grundlagentrainings zur eigenständigen Wiederholung im Team

Für die Praxis

Die Fortbildung legt einen besonderen Schwerpunkt auf das praktische Einüben und Anwenden von Interventionsstrategien.

Die Teilnehmenden erweitern ihre Handlungssicherheit, reflektieren persönliche Reaktionsmuster und lernen, die eigenen Ressourcen und Grenzen bewusster wahrzunehmen. Ziel ist es, realistische und situationsangemessene Handlungsstrategien zu entwickeln, die sowohl die eigene Sicherheit als auch die Sicherheit anderer Beteiligter unterstützen.

Geeignet für

  • Lehrkräfte und Mitarbeitende in Schulen
  • Mitarbeitende in Behörden und Verwaltungen
  • Fachkräfte in der Jugendhilfe
  • Mitarbeitende in Beratungsstellen
  • Pflege- und Betreuungskräfte
  • Fachkräfte in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Mitarbeitende in Wohngruppen und sozialen Diensten
  • Teams mit Publikums-, Klientinnen- oder Patientinnenkontakt
  • Organisationen, die ihre Handlungssicherheit in Krisen- und Bedrohungssituationen stärken möchten

Besonderheit

Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf der praktischen Anwendung. Ein großer Teil der Zeit wird für Übungen, Rollenspiele und die Erprobung konkreter Handlungsstrategien genutzt – Theorieanteile werden gezielt zur Einordnung und Erholung eingesetzt. Für die Durchführung wird ein ausreichend großer Raum benötigt.