Tatausgleichsgespräche in der Schule führen

Wie kann nach einer Grenzverletzung Verantwortung übernommen und Wiedergutmachung ermöglicht werden? Die Fortbildung vermittelt die Grundlagen des Tatausgleichs und unterstützt dabei, konstruktive Wege im Umgang mit schulischen Konflikten und Verletzungen zu entwickeln.

Verantwortung übernehmen und Wiedergutmachung ermöglichen

Nicht jeder Konflikt endet mit einem Streit zwischen zwei gleich starken Beteiligten. Manchmal werden Grenzen überschritten, Menschen verletzt oder Schäden verursacht. In solchen Situationen reicht eine klassische Konfliktklärung oft nicht aus.

Der Tatausgleich ist ein bewährtes Verfahren, um einseitige Grenzverletzungen konstruktiv aufzuarbeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verantwortung übernommen, die betroffene Person unterstützt und ein Ausgleich ermöglicht werden kann. Ziel ist es, Verständnis für die Folgen des eigenen Handelns zu fördern und Wege der Wiedergutmachung zu entwickeln.

Das Verfahren basiert auf dem Täter-Opfer-Ausgleich und wurde für den schulischen Kontext angepasst. Es bietet Schulen eine strukturierte Möglichkeit, auf Grenzverletzungen zu reagieren und gleichzeitig die Beteiligten in ihrer Verantwortungsübernahme zu stärken.

Darum geht es

  • Grundlagen und Haltung des Tatausgleichs
  • Abgrenzung zu Konfliktklärung und Mediation
  • Das Geschädigtengespräch
  • Das Gespräch mit der verursachenden Person
  • Aufbau und Durchführung des Tatausgleichsgesprächs
  • Verantwortungsübernahme und Wiedergutmachung fördern
  • Rahmenbedingungen für die Umsetzung in der Schule
  • Praxisübungen und Fallbeispiele

Die Fortbildung verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen und der Erprobung konkreter Gesprächssituationen.

Für die Praxis

Die Fortbildung vermittelt konkrete Werkzeuge zur Vorbereitung und Durchführung von Tatausgleichsgesprächen.

Du erhältst Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen, lernst die einzelnen Gesprächsschritte kennen und entwickelst Ideen, wie Tatausgleichsgespräche sinnvoll in den Schulalltag integriert werden können.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verantwortung übernommen und gleichzeitig die betroffene Person in ihrem Erleben ernst genommen werden kann.

Geeignet für

  • Lehrkräfte aller Schulformen
  • Schulsozialarbeitende
  • Beratungslehrkräfte
  • Schulleitungen
  • Schulmediator*innen
  • Mobbinginterventionteams
  • Pädagogische Fachkräfte, die mit Konflikten arbeiten